Die Probleme der weltweiten Fischerei

Nachdem wir auf die Zahlen, Daten und Fakten der Fischerei in Deutschland geblickt haben, wenden wir uns nun der weltweiten Fischerei und ihren Problemen zu. Auch hier liefern wir Ihnen wieder alle wichtigen Informationen, die Sie über die Branche und ihre Teilnehmer benötigen.

Wie groß ist also die Menge an Fischen und Meeresfrüchten, die jedes Jahr rund um den Globus gefangen wird? Folgt man den Statistiken, so lag die Menge an Fang im Jahr 2012 bei mehr als 80 Millionen Tonnen. Diese Menge ist in den folgenden Jahren nahezu unverändert geblieben. Der globale Fischkonsum pro Kopf und Jahr liegt damit bei rund 15,9 Kilogramm. In den vergangenen Jahren veränderte sich jedoch die Herkunft der Fische. So stammen mittlerweile immer mehr Fische aus sogenannten Aquakulturen und nicht mehr aus den Meeren. Der Grund dafür ist, dass die Meere in vielen Bereichen überfischt sind. Sie liefern einfach nicht mehr die Mengen an Fisch, die benötigt werden, um den weltweiten Bedarf zu decken. Experten warnen seit Jahren davor, dass es bald kaum mehr Fische im Meer geben wird.

Grund dafür ist, dass der Bedarf an Fisch in den vergangenen fünfzig Jahren extrem gestiegen ist. So konsumieren Menschen heute vergleichsweise doppelt soviel Fisch. Zugleich ist der weltweite Bestand an Fisch in bedenklichem Ausmaß auf die Hälfte zurückgegangen, dies im Vergleich zum Jahr 1970. Nicht alle Arten sind aber gleich stark überfischt. So sind besonders Makrelen, Bonitos und Thunfisch von der Überfischung stark bedroht.

Doch sind dies nicht die einzigen Arten, die in Gefahr sind. So stehen viele weitere Arten kurz davor, überfischt zu werden. In den kommenden Jahren ist deshalb damit zu rechnen, dass weitere Fischarten zu stark befischt werden und dadurch bedroht sein werden. In der Europäischen Union, EU, werden dies voraussichtlich 30 von 62 vorhandenen Fischarten sein. Damit sind fast fünfzig Prozent aller Fischarten in der EU in Gefahr, durch die Fischerei ausgelöscht zu werden.

Die Länder mit der weltweit größten Fischerei sind derzeit China, Indonesien und Indien. Allein diese drei Staaten fangen mehr als 15 Millionen Tonnen Fisch im Jahr. Der Bedarf erklärt sich bei China und Indien vor allem durch ihre hohen Bevölkerungszahlen. Daneben exportiert gerade China große Mengen seines gefangenen Fischs. Dies ist einer der Gründe für den wirtschaftlichen Aufschwung des Landes, der seit mehreren Jahren anhält. Für die Fischerei bedeutet dies, dass auch in diesem Bereich die Mengen an gefangenem Fisch steigen dürften.

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