Fischerei in Deutschland

Fisch gehört in Deutschland zu den beliebtesten Lebensmitteln. Er schmeckt gut, ist sehr gesund und kann auf vielfältige Art und Weise zubereitet werden. In Deutschland wird daher seit Jahrzehnten in der Nord- und Ostsee gefischt. Doch wie groß ist die Branche genau? Wir haben alle wichtigen Zahlen, Daten und Fakten für Sie zusammengestellt.

Folgt man den offiziellen Statistiken, so fischen deutsche Schiffe jedes Jahr 1,1 Millionen Tonnen Fisch und Meeresfrüchte aus dem Meer. Diese Menge reicht aber bei Weitem nicht aus, um den Verbrauch Deutschlands abzudecken, der bei 14 Kilogramm pro Jahr und Verbraucher liegt. Vielmehr liegt die Rate der Selbstversorgung bei gerade einmal 24 Prozent. Die verbleibenden 66 Prozent müssen durch Importe aus anderen Ländern abgedeckt werden. Große Lieferanten sind dabei China, Norwegen und Staaten der EU. Derzeit verfügt die Fischerei mit ihren entsprechenden Industrien in Deutschland über 40.000 Mitarbeiter. Zur Fischerei werden dabei sowohl die Fischer als auch die Fischverarbeitung und jene Gastronomie gezählt, die hauptsächlich Fisch anbietet. Damit ist die Fischerei ein wichtiger Wirtschaftszweig, der zum Wohlstand und Wachstum in Deutschland beiträgt.

Ein Großteil der Fischerei in Deutschland erfolgt dabei auf offener See. Nur ein geringer Anteil entfällt auf die sogenannte Binnenfischerei, die auf Seen oder in Flüssen stattfindet. Diese Art der Fischerei ist vor allem in den seereichen Bundesländern Deutschlands vertreten wie etwa Bayern und Baden-Württemberg. Sie dient dabei weniger der wirtschaftlichen Wertschöpfung als vielmehr dem Tourismus. So stellt Angeln in diesem Fall eine Freizeitmöglichkeit für Touristen dar, die sich die schönen Seen- und Flusslandschaften in diesen Bundesländern ansehen möchten.

Der Tourismus spielt jedoch auch in der Fischerei auf hoher See eine wichtige Rolle. So können Touristen auf kleinen und großen Fischkuttern mit aufs Meer fahren und dort sehen, wie der Fischfang mit großen Netzen funktioniert. Auch haben sie die Möglichkeit, sich die weitere Verarbeitung der gefangenen Fische anzusehen.

Insgesamt kam die deutsche Fischerei im Jahr 2017 durch ihre Aktivitäten auf einen Umsatz von 400 Millionen Euro. In den vergangenen Jahren war der Umsatz der Fischerei jedoch zunächst von einem Höchstwert von knapp 445 Millionen Euro im Jahr 2012 deutlich auf 367 Millionen im Jahr 2016 gefallen. Dieser Rückgang scheint durch das Jahr 2017 zunächst gestoppt worden zu sein. Es bleibt abzuwarten, ob die kommenden Jahre einen weiteren Anstieg des Umsatzes der Fischerei zu verzeichnen haben werden oder es wieder zu einem Rückgang des Umsatzes kommen wird. Die Fischerei selbst hofft freilich darauf, dass sich der Trend weiter fortsetzen wird. Dies hängt aber nicht zuletzt von der Nachfrage durch private Haushalte und der Konkurrenz aus China und anderen Ländern ab. So ist der Markt für Fische und Meeresfrüchte mittlerweile sehr stark umkämpft und Firmen aus allen Ländern rund um den Globus streiten um neue Marktanteile.

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