Fischfang im Mittelalter

Auch im Mittelalter verließ sich die Menschheit bei ihrer Ernährung auf die Fischerei. Das Fangen von Fischen war jedoch nicht allen Menschen möglich. So besaßen die Fürsten und Könige die Gewässer und konnten folglich entscheiden, wer überhaupt angeln und fischen durfte. Dies hatte zur Folge, dass oftmals nur Klöstern die Erlaubnis erteilt wurde, an Flüssen zu fischen und dadurch die Ernährung in der Fastenzeit umstellen zu können. Daneben besaßen viele Klöster eigene Teiche, in denen Fische zum Verzehr gezüchtet werden konnten. Gerade im Früh- und Hochmittelalter war die Fischerei noch auf Flüsse beschränkt, was einen Rückschritt im Vergleich zur Antike darstellte.

Ab dem 15. Jahrhundert änderte sich dies jedoch im großen Maßstab. So wurde damals die Fischerei zu hoher See ausgebaut. Auch der Fischhandel wuchs stark. Gerade die Niederländer trieben diese Entwicklung stark voran. So besaßen sie extrem große Schiffe, die zum Teil mehrere Wochen auf See blieben und dort mit großen Netzen Tonnen von Fischen fingen. Unterstützt wurden diese großen Schiffe von kleineren Transportern, die den Fang übernahmen und außerdem die Versorgung der großen Schiffe gewährleisteten.

In dieser Zeit begann eine weitere Professionalisierung der Fischerei. So konnten sich nur einzelne Fürsten oder reiche Kaufleute die großen Schiffe leisten, die auf den Meeren unterwegs waren. Kleinere Fischer mussten oftmals ihren geringen Fang auf kleinen Märkten zu geringeren Preisen verkaufen. In großen Städten waren sie stark im Nachteil, weshalb sie vor allem in kleinen Dörfern anzutreffen waren. Insgesamt stieg der Bedarf der Bevölkerung nach Fisch immer weiter und das Lebensmittel wurde verstärkt konsumiert. Fisch war dabei ein typisches Essen für arme Menschen, da es günstig produziert und leicht in großen Mengen neu beschafft werden konnte.

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